Was tun! Taschen für "Luxusbabes"

Seit Kindertagen hat Maike Senger eine Leidenschaft: Taschen. Sie sammelt die schicken Modelle von Gucci, Prada und Louis Vuitton. Mittlerweile konnte sie ihr Faible für die schwer erschwinglichen Luxusmodelle zum Beruf machen. Mit zwei Partnern gründete sie das Unternehmen "Luxusbabe" und verleiht nun Handtaschen im Abo.

Von Ute Blindert.

Welche Taschen sind denn besonders begehrt bei den „Luxusbabes“?

Prada-Taschen sind momentan besonders gefragt. Das liegt sicher auch an dem Film „Der Teufel trägt Prada“.

Woher kommt Ihre Begeisterung für Luxustaschen?

Schon als kleines Mädchen hatte ich ein Faible für schöne Taschen. Ich erinnere mich an eine Tasche meiner Mutter, die ich besonders toll fand. Leider wollte sie sie nie verleihen. Bis ich dann später begriff, dass die was ganz besonderes war.

Irgendwann bekam ich meine erste Tasche geschenkt. Daraus entwickelte sich eine richtige Leidenschaft. Also ging ich neben der Schule arbeiten, um mir weitere Taschen kaufen zu können. Luxus-Taschen haben schon eine besondere Qualität: Meine Louis-Vuitton-Tasche besitze ich schon sieben oder acht Jahre. Sie hat alles mitgemacht, meine Ausbildung, Schule und Studium, aber ihr sieht man das nicht an.

Wie entstand die Idee zu „Luxusbabe“?

In einer Frauenzeitschrift las ich Anfang 2005 einen kurzen Artikel über einen Taschenverleih in den USA. Das fand ich eine tolle Sache, also fragte ich dort gleich per Mail an, ob sie denn nicht auch nach Deutschland verschicken würden. Da sie das nicht wollten, entstand die Idee, es hier in Deutschland selbst zu versuchen. Denn sicher hatten noch mehr Frauen dort angefragt.

Doch alle Überlegungen in unserem Team von fünf Leuten, alles BWLer und Sozialpädagogen, scheiterte daran, dass uns das Know-how für die technische Umsetzung fehlte. Also verlief das Projekt erst einmal im Sande.

Weihnachten 2005 hatte ich dann das Glück, auf Hendrik Bahr zu treffen, dem ich die Idee schilderte und der mich ermutigte, das Projekt mit seiner Hilfe doch noch umzusetzen. So entstand unsere Website  www.luxusbabe.de  und bereits im Februar konnten wir online gehen. Der richtige Start war dann im Juni 2006.

Das Team der Luxusbabe GmbH besteht aus drei Personen. Maike Senger als Gründerin und Geschäftsführerin verantwortet das Marketing und präsentiert das Unternehmen nach außen. Außerdem ist sie als echte Taschen-Aficionada für die Auswahl der guten Stücke zuständig. Co-Geschäftsführer Hendrik Bahr übernimmt die technische Umsetzung und den Support und Mitgesellschafter Philipp Derksen die grafische Gestaltung und. Seit Mitte April bekommen sie Unterstützung von einer Praktikantin.

Maike Senger, heute 27, verließ nach einem Highschool-Jahr im „Potato-State“ Idaho in den USA das Gymnasium und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Der Weg erschien ihr dann doch als zu kurz, und sie holte das Abitur nach. Mit Ehrgeiz und echter „Ackerei“ erreichte sie den fürs Studium in Berlin nötigen NC und fing mit 23 Jahren an der FHW Berlin mit BWL an. Momentan legt sie ein Urlaubssemester ein, doch im Oktober soll es mit den Vorlesungen weitergehen.

Die Idee von Luxusbabe schlug ein und ein Artikel im Tagesspiegel Anfang August 2006 brachte weitere Kundenresonanz.

Wie sah der Start von „Luxusbabe“ aus?

Angefangen haben wir mit 13 Taschen: Eine von meiner Mutter und meine zwölf eigenen. Mittlerweile haben wir an die 100 Modelle im Angebot, manche davon in mehrfacher Ausfertigung. Wir sind nun sogar soweit, dass ich mir ein kleines Gehalt bezahlen kann, was ja für Neugründungen ein echter Erfolg ist.

Und wer ist ein typisches „Luxusbabe“?

Das gibt es nicht. Bei uns sind alle Altersgruppen vertreten. Von 18 bis über 70 Jahre reicht die Spannbreite. Unsere älteste Kundin ist bereits 71 Jahre alt und bestellt regelmäßig neue Taschen. Die meisten Abonnentinnen kommen aus größeren Städten. Viele starten mit einem Babe-Abo und entscheiden sich dann schnell für ein Upgrade auf ein Glamour- oder Luxusbabe-Abo.

Einsteigen können Abonnentinnen mit einem Babe-Abo für 29 Euro, bei dem sich Taschen von Miss Sixty, Bree oder dem jungen deutschen Label Karen Ly auswählen lassen. Für 49 Euro stehen zusätzlich Escada, MCM und kleine Taschen von Louis Vuitton zur Verfügung. Wer 79 Euro anlegt, findet die Must-haves der Saison von Dior, Balenciaga oder Gucci.

Viele Kundinnen sind ebenso Taschen-begeistert wie Maike Senger. Sie schicken Taschenvorschläge oder erzählen „ihre“ Taschengeschichte.

Ausleihen darf sich eine Abonnentin eine Tasche für einen beliebig langen Zeitraum. Wer sich für eine (verfügbare) Tasche entschieden hat, bekommt diese per Boten geliefert und tauscht die alte gegen die neue aus. Um sich bei Schadensfällen zu schützen, bietet das Unternehmen eine Versicherung an.

Und welche Tasche tragen Sie gerade?

Besonders gern trage ich die Balenciaga aus der Motorcycle Collection, eine Gaucho Saddle von Christian Dior und eine Louis Vuitton aus der Miroir-Kollektion in Silber.

Auch wenn Männer nicht zur Zielgruppe von „Luxusbabe“ gehören, sind auch sie dankbar für das Angebot. Frauen freuen sich über Gutscheine für ein Jahresabo – und die Männer ersparen sich lange Shopping-Touren.

Was tun!

Was tun!

In dieser Serie porträtieren wir Studenten und Absolventen, die sich neben dem Studium engagieren: in studentischen Unternehmensberatungen, bei einer Firmenkontaktmesse, bei der Formula Student Germany oder dem Robocup, ehrenamtlich oder auch im eigenen Unternehmen. Wer an einem solchen Porträt interessiert ist, einfach melden unter redaktion@zukx.de

Interessiert an einem Porträt Ihrer Organisation oder Ihres Unternehmens? Melden Sie sich einfach unter 0221 7329189 oder unter mailto:redaktion@zukx.de

Formula Student Germany

Formula Student Germany

Lesen Sie die Porträts der Formula Student Germany-Teams, von wobracing, Formula Racing Cologne, DHBW Engineering Stuttgart und vielen weiteren Teams. Ihr Rennwagen bei Zukx? Einfach melden unter redaktion@zukx.de

Im Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch

Ihre Unterlagen können noch so überzeugend sein, die letzte Entscheidung wird erst nach dem persönlichen Kontakt getroffen. Denn schließlich geht es ja darum, dass man sich im Unternehmen gut vorstellen kann, mit Ihnen jeden Tag zu arbeiten.

Messeknigge

Messeknigge

Damit man auf Jobmessen einen guten Eindruck hinterlässt, zeigen wir Ihnen hier, auf was Sie unbedingt Wert legen sollten.