Die 22-jährige Saskia Hantel findet vor allem die kleinen Gruppen und die Nähe zu den Dozenten angenehm. Anja Jennerjahn ergänzt: „Mir gefiel die Verbindung von Gesundheit und Tourismus sehr gut, da beides Gebiete sind, die mich interessieren.“
Die besondere Situation, mit nur gut 35 weiteren Studierenden in einem Semester zu sein, kann manchmal auch zu besonderen Herausforderungen führen: Die beiden gebürtigen Rostockerinnen setzten sich in einer Hausarbeit mit der Frage auseinander, inwieweit der Begriff „Gesundheitstourismus/Medical Wellness“ vorhanden und gebräuchlich ist. Schließlich will das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet spielen und nennt sich daher auch „Gesundheitsland“.
Also starteten die Bachelor-Studentinnen mit einem Praktikum im Amt für Landesplanung in Greifswald. Schließlich wenden sie sich an diejenigen, die es eigentlich am meisten interessieren müsste: die Hotels. Mit einem Fragebogen wenden sie sich an zirka 200 Hotelbetriebe, von denen immerhin 25 die Fragen beantworten. Empirisch ausgewertet werden die Ergebnisse schließlich von den beiden Dozenten Professor Torsten Fischer vom Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Erwachsenenbildung und Professor Gustav Burosch, zuständig für Finanzmathematik, Statistik und Wirtschaftsmathematik, die auch die Untersuchung der Studentinnen angestossen hatten.
„Es war auf jeden Fall die längste Hausarbeit, die wir je geschrieben haben!“ berichten Saskia Hantel und Anja Jennerjahn im Gespräch. Für die leidenschaftliche Handballerin Hantel ergab sich sogar eine Verschiebung in ihren Interessen: „Bei mir wurde durch die Forschung das Interesse geweckt, an der Etablierung des Begriffs Gesundheitstourismus mitzuarbeiten.“ Dabei gehe es in Deutschland im Gegensatz zum Ausland weniger um Schönheitschirugie. „In diesen Bereich fallen vielmehr Themen wie Präventivmaßnahmen, kulturelle Weiterbildung und der Gedanke, etwas für sich selbst zu tun.“
Anja Jennerjahn kann sich wie Saskia Hantel gut vorstellen, im Ausland zu arbeiten, wenn sie im nächsten Jahr im November ihr Studium mit einem Bachelor abschließen. Mit den beiden Abschlüssen – zu dem Bachelor kommt noch die Kauffrau im Gesundheitswesen dazu – sollte dem auch nicht im Weg stehen. Und dass sie Einsatz zeigen, beweist allein das Studium mit einer 40-Stunden-Woche und lediglich 20 freien Tagen im Jahr.
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www.baltic-college.de
Was tun! - Forschen am Baltic College