wob-racing

In diesem Porträt stellen wir eines der ältesten Formula-Student Teams in Deutschland vor: wob-racing aus Wolfsburg. Bereits im Jahr 2003 gab es an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel eine Projektgruppe, die voller Elan mit dem Bau eines Rennwagens starten wollte. Bis der erste Wagen, der WR01, dann fertig wurde, sollte es dann allerdings noch bis 2005 dauern.

Von Ute Blindert.

Driven by emotion: wob-racing aus Wolfsburg

In diesem Porträt stellen wir eines der ältesten Formula-Student Teams Deutschlands vor: wob-racing aus Wolfsburg. Bereits im Jahr 2003 gab es an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel eine Projektgruppe, die voller Elan mit dem Bau eines Rennwagens starten wollte. Bis der erste Wagen, der WR01, dann fertig wurde, sollte es dann allerdings noch bis 2005 dauern.

Der Rennwagen schaffte es dann sofort auf einem respektablen 45. Platz von 57 beim Formula Student Event in England und beim Pre-Event in Deutschland meisterte er alle Disziplinen mit Bravour und fuhr auf den 6. Rang (von 10).
Auch in den kommenden Jahren ging es mit jeweils neuen und erfahrenen Team-Mitgliedern weiter, so dass sich heute am Standort Wolfsburg der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel fünf Boliden bestaunen lassen. Das Team besteht momentan aus zirka 50 Mitgliedern mit einem harten Kern von 20 Studierenden, die aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen stammen: Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Fahrzeugbauer, Fahrzeug-Informatiker, Verfahrenstechniker und Elektrotechniker gehören zur Mannschaft.
Neu hinzugekommen sind Studierende der Fachrichtung Logistik und Transportmanagement, die sich um den Transport der Wagen zu den Events und Testfahrten sowie die Teileverwaltung kümmern.

Das Team

Die Aufgaben sind in die Bereiche Wirtschaft und Technik aufgeteilt. „Dabei halten wir es so, dass jeder verantwortlich für seinen Bereich oder auch ein einzelnes Teil ist. Wir treffen uns mindestens einmal im Monat und klären den Stand der einzelnen Teilprojekte“, erläutert Peter Hühne, kaufmännischer Projektleiter von wob-racing. Der 24jährige Student engagiert sich bereits seit dem 1. Semester seines Wirtschaftsingenieurstudiums beim Rennteam. Sein Team ist für alle kaufmännischen Aspekte verantwortlich: zum Beispiel Controlling, Marketing & Kommunikation, Fundraising und Finanzen. Vor allem Messeauftritte und Betreuung der bestehenden und Akquisition neuer Sponsoren gehören zu den Aufgaben: „Mittlerweile verfügen wir über eine große Anzahl fester Sponsoren, die teilweise schon seit Jahren dabei sind“, berichtet Peter Hühne. Über das Fundraising und die Sponsorenakquisition kam er zum Job des Projektleiters.

Technisches Know-how

Sein Gegenpart auf der technischen Seite ist Sebastian Wust, der als technischer Projektleiter alle technischen Aspekte bei den Wolfsburgern verantwortet. Auch er ist bereits seit dem 1. Semester seines Studiums dabei. Mittlerweile befindet er sich im 6. Semester als angehender Fahrzeugbauer. Studium und Projektleitung ließen sich seiner Meinung nach gut miteinander verbinden: „Manchmal lässt sich so auch das theoretische Wissen aus dem Studium mit den praktischen Erfahrungen beim Rennwagenbau ergänzen.“

Der WR05

Aktuell fahren die Wolfsburger mit Ihrem fünften Boliden. Anfang August beim Formula-Student-Germany-Rennen in Hockenheim ließ dieser die Wolfsburger leider bei der Endurance-Disziplin im Stich. Nachdem es Probleme mit der Gasannahme nach dem Fahrerwechsel nach der dritten Runde gab, musste der WR05 leider aus dem Rennen genommen werden. Damit landete das Wolfsburger Team auf dem 45. Platz und konnte das Ergebnis aus dem letzten Jahr (18. Platz) nicht verbessern.

Die Ergebnisse von wob-racing

Cost-Report: 75 Punkte
Business-Plan-Presentation: 59 Punkte
Engineering-Design-Event: 100 Punkte
SkidPad: 38 Punkte (best run: 5,6s)
Acceleration: 38 Punkte (best run: 4,8s)
AutoCross: 24 Punkte
Endurance: ausgeschieden
Fuel: 8 Punkte

Von dem Rückschlag beim Event in Hockenheim ließen sich die Wolfsburger nicht entmutigen, sondern blickten voller Optimismus auf den nächsten Wettkampf in Varano de Melegari in Italien. Der sollte sie auch nicht trügen, zeigte sich das Team doch beim Formula Student ATA Event wesentlich eingespielter und belegte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte einen 1. Platz bei einer Einzeldisziplin, der Business Plan Presentation mit 75 Punkten. Insgesamt erreichten die Wolfsburger den 11. Platz von 36 Teams. Herzlichen Glückwunsch!

Die Ergebnisse aus Italien:

Cost-Report: 70 Punkte (Platz 21)
Business-Plan-Presentation: 75 Punkte (Platz 1)
Engineering-Design-Event: 111 Punkte (Platz 13)
SkidPad: 39 Punkte (best run: 5,275s) (Platz 7)
Acceleration: 54 Punkte (best run: 4,16s) (Platz 13)
AutoCross: 64 Punkte (Platz 20)
Endurance&Fuel: 218 Punkte (Platz 12)

Nur wer echte Begeisterung für den Motorsport mitbringt, kann sich so unermüdlich engagieren: „Mir gefällt es, dass wir so viel an den Bauteilen selbst definieren können“, schwärmt Sebastian Wust. Und auch das Tempo sagt ihm zu: „Unsere Entscheidungswege sind sehr kurz. Wenn wir wollen, können wir unsere Ideen sehr schnell umsetzen.“ Und Peter Hühne ergänzt: „Auch wenn wir mal Fehler machen, lernen wir selbst aus diesen sehr viel.“

Geschwindigkeit in den Asphalt gebrannt: Formula Racing Cologne

Von Köln aus hatte sich das Team der Fachhochschule, der FH Köln Motorsport e.V., für die Formula Student 2008 qualifiziert. Der Verein, der mit dem VLN Honda Junior Team auch einen nach Gruppe N Reglement aufgebauten Honda Civic Type R betreut und Langstreckenmeister-schaften auf der Nürburgring Nordschleife mitfährt, konnte im letzten Formula Student Wettkampf als Newcomer auf Platz 33 landen. Mittlerweile nennt sich das Team "Formula Racing Cologne".

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DHBW Engineering Stuttgart

Das Formula Student Team der Dualen Hochschule Baden-Württemberg startete in der letzten Saison äußerst erfolgreich als Newcomer und brachte sogar einen 1. Platz in der Business Plan Presentation nach Hause.

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