DART RACING

Diese Saison war für das Formula Student-Team der TU Darmstadt sehr erfolgreich: Hockenheim endete mit dem 4. Platz, der Wettbewerb in Melk in Österreich mit einem x. Platz, Italien mit einem X. Dabei begann das Event in Hockenheim im Nieselregen, der Reifen und Bremsen und besonders die Fähigkeiten des Fahrers herausfordert.

Von Ute Blindert.

Herausforderung für Reifen und Bremsen

Ob das Wetter hält? In der Nacht zum Donnerstag hat es heftig geschauert, aber heute Morgen scheint es sich beruhigt zu haben. Die Strecke allerdings, auf dem der Bremstest stattfindet, ist noch immer mit nassen Stellen versehen. Für den Fahrer von DART Racing, dem Team der TU Darmstadt, eine Herausforderung, schließlich müssen alle vier Reifen gleichzeitig blockieren und er den Wagen dabei gerade halten.

Insgesamt stehen dem Team sechs Fahrer zur Verfügung, bei denen allerdings nur zwei die sehr anspruchsvollen Disziplinen Autocross und Endurance fahren. Die Darmstädter fallen durch ausgefallene Design-Ideen auf: Das Bremslicht am Wagenist in der Form des DART Racing-Logos. Der Wagen selbst wird auf einem leuchtenden Boden aus Lichtschlangen in der Box präsentiert. Besondere Aufmerksamkeit erregt der Kalender des Teams, der analog zum berühmten Pirelli-Kalender schöne Frauen und Autos zeigt. Sehr ästhetisch wohlgemerkt und auch mit nettem ironischen Unterton, wenn einer der Wagen auf dem Bild scheinbar in Flammen aufgeht, so wie dies bei einem Rennen 2009 wirklich passiert ist.

Spezialreifen für DART_Racing

Abgesehen vom Kalender verbindet das Team mit dem Reifenhersteller Pirelli eine enge Zusammenarbeit, wie Matthias Herling, angehender Wirtschaftsingenieur und Abteilungsleiter Marketing und Finanzen, berichtet: "Wir sind die einzigen, die mit 15 Zoll -Felgen statt mit 13- oder 10-Zoll-Felgen fahren. Dafür benutzen wir Reifen von Pirelli, die von uns mitentwickelt und getestet werden."

Insgesamt 47 Mitglieder gehören zum Team. Dazu kommen noch einmal 20 zusätzliche Kräfte für das Elektro-Auto. In diesem Jahr findet neben der Formula Student Combustion (Combustion steht für Verbrennung) zum ersten Mal die Formula Student Electric statt, zu der sich 18 Teams qualifiziert haben. Für das Elektro-Team von DART Racing passte es leider zeitlich nicht mehr, so dass es seine Teilnahme absagen musste.

Erfahrenes Team

 DART Racing gehört zu den älteren und erfahreneren Teams in Deutschland und die Abläufe sind eingespielt: Der Start in die neue Saison beginnt im Oktober mit einem Kick-off-Meeting. Dann folgt die Konstruktionsphase, so dass das Design im Dezember stehen sollte. Die Fertigung des Wagens findet bis April/Mai statt. Am 8. Juni ging es in diesem Jahr auf die Teststrecke. Die Tests waren sehr ermutigend: "Von den Fahrern haben wir sehr gutes Feedback bekommen. Der Wagen liegt super auf der Strecke.", erzählt Matthias Herling am Rand der Rennstrecke. Einige Teile mussten in diesem Jahr neu konstruiert werden, so der Tank, aufgrund des Einsatzes von Bio-Ethanol als Kraftstoff. Auch die pneumatische Schaltung ist eine Neuentwicklung, die auf Basis einer CO2-Kartusche aus dem Zoobedarf konstruiert wurde.
Bei der Formula Student geht es nicht nur um technische Fragen, sondern auch um Themen wie Kosten und Design. So muss zum Beispiel innerhalb von zehn Minuten der Business Plan präsentiert werden, der potenziellen Investoren die Produktion des Rennwagens schmackhaft machen soll. Zuständig dafür ist Nicholas Templin, einer der beiden Projektleiter von DART Racing, der diesen Teil des Wettbewerbs mit erzielten 70 von 75 Punkten sehr gut meisterte. Am Ende reicht es für die Darmstädter für einen hervorragenden 4. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

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