Altersvorsorge
Der „Klassiker“ Betriebsrente ist auch heute noch sehr fein und für künftige Rentner nicht zu unterschätzen.
Bis zu 2.520 Euro steuer- und sozialabgabenfrei kann ein Unternehmen für einen Mitarbeiter zurücklegen. Bis zu 1.800 Euro sind je nach Vertrag noch zusätzlich steuerbegünstigt drin. Allerdings müssen für eine Betriebsrente meist Steuern und Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlt werden
Plus pro Jahr: 2.520 bis 4.320 Euro
Dienstwagen
Wer viel für sein Unternehmen unterwegs ist, freut sich natürlich besonders über diese Form der Anerkennung. Und ein Statussymbol ist so ein Dienstwagen sowieso.
Zunächst einmal übernimmt das Unternehmen die Anschaffungskosten, Benzin, Wartung, Versicherung und Reparaturen. Außerdem muss der Mitarbeiter nur für den Anteil, den private Fahrten ausmachen, Steuern und Sozialabgaben bezahlen.
Allerdings sieht das Finanzamt einen Dienstwagen als geldwerten Vorteil an, der versteuert werden muss. Zur Berechnung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Mitarbeiter weist die privat gefahrenen Kilometer per Fahrtenbuch nach oder setzt ein Prozent des Bruttolistenpreises zusätzlich 0,03 Prozent pro gefahrenen Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte an. Die können dann wieder ganz oder ab 2007 teilweise als Werbungskosten geltend gemacht werden.
Beispiel: Der Wagen kostet laut Listenpreis 50.000 Euro. Davon müssen 500 Euro, also 1 Prozent versteuert werden. Für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit müssen für 10 km angesetzt werden: 10 mal 0,03 Prozent gleich 0,3 Prozent von 50.000 Euro, also zirka 150 Euro. Weitere privat gefahrene Kilometer müssen nicht versteuert werden.
Plus pro Jahr: bis zu 15.000 Euro je nach Auto
Essensgeld
Großunternehmen bieten oft eine Kantine, aber auch kleinere Unternehmen können ihren Mitarbeitern mit Restaurantschecks etwas Gutes tun.
Unternehmen können ihren Mitarbeitern das Mittagessen um bis zu 3,10 Euro bezuschussen. 2,64 Euro müssen diese allerdings selbst für Kantine, Essensmarken oder Restaurantschecks locker machen.
Plus pro Jahr: rund 700 Euro
Fahrtkosten/Jobticket
Bei den heutigen Spritpreisen sicher ein besonders gern gesehener Bonus. Und die Umwelt freut sich über ein viel genutztes Jobticket.
Übernimmt der Arbeitgeber zum Beispiel das Jobticket für seine Mitarbeiter, wird das bis zu einer Höhe von 44 Euro weder mit Steuern noch mit Sozialabgaben belastet. Allerdings darf diese Sachwertsbezugsgrenze nicht schon durch andere Goodies (z. B. Warengutscheine) aufgebraucht sein.
Der Chef kann auch das Pendeln mit dem Auto bezuschussen: Bis zu 30 Cent pro Kilometer und Arbeitstag sind momentan komplett sozialabgabenfrei und auch das Unternehmen muss nur 15 Prozent Pauschalsteuer bezahlen.
Plus pro Jahr: ab 528 Euro
Zuschuss zur Kinderbetreuung
Kinderbetreuung wird hierzulande oftmals als Privatsache angesehen. Umso mehr fallen Unternehmen positiv auf, die ihre Mitarbeiter dabei unterstützen.
Ein Teil der Kosten für Tagesmutter oder Kindergarten kann vom Arbeitsgeber steuer- und sozialabgabenfrei übernommen werden. Die Kinder dürfen allerdings noch nicht in die Schule gehen und müssen tatsächlich in einer Einrichtung oder von einer Tagesmutter betreut werden. Bis zu 4.000 Euro können Eltern zusätzlich bei ihrer Steuererklärung geltend machen.
Das Geld muss zusätzlich gezahlt werden und darf nicht Teile des Gehalts ersetzen.
Plus pro Jahr: 1.200 – 3.600 Euro
Handy & Co.
Oftmals eine Selbstverständlichkeit werden kleine Extras wie PCs, Handys oder PDAs dennoch hoch geschätzt. Das Ego lässt sich damit - je nach Gerät - auf jeden Fall steigern.
Unternehmen dürfen ihren Mitarbeitern Handys, Laptops oder PDAs steuer- und sozialabgabenfrei verleihen. Allerdings sind sie dann auch für Instandhaltung und Reparaturen zuständig.
Länger als drei Jahre sollten die Geräte nicht verliehen werden. Am besten, der Chef schenkt seinen Mitarbeitern die Altgeräte und der versteuert den Restwert als geldwerten Vorteil.
Plus pro Jahr: 100 – 3.000 Euro, je nach Gerät
Mitarbeiterdarlehen
Wohnungseigentum, Hausbau oder ein neues Auto? Unternehmen können ihren Mitarbeitern auch mit einem günstigen Darlehen unter die Arme greifen.
Möchte ein Unternehmen seine Mitarbeiter mit einem Darlehen unter die Arme greifen, bleibt das bis 2.600 Euro pro Jahr steuer- und sozialabgabenfrei. Bei höheren Krediten muss der Mitarbeiter die Differenz zwischen einem Referenzzins von der Bundesbank und den Vorzugskonditionen als geldwerter Vorteil versteuert werden. Das Mitarbeiterdarlehen ist ein gutes Instrument zur Mitarbeiterbindung, da bei Kündigung in der Regel der ganze Betrag sofort zurückzuzahlen ist.
Plus pro Jahr: ab 100 Euro, je nach Höhe des Kredit und dem Zinssatz
Mit Mitarbeiterdarlehen wird übrigens auch das genaue Gegenteil verstanden. Nämlich, dass sich das Unternehmen Geld von seinen Mitarbeitern leiht, eine sehr unkomplizierte Methode der Unternehmensbeteiligung. Da dieses Darlehen oft über eine Bankbürgschaft abgesichert wird, besteht wenig Risiko für das eingesetzte Kapital. Allerdings liegt dann auch die Rendite in einem bescheidenen Rahmen.
Personalrabatte/Warengutschein
Unternehmen können ihren Mitarbeitern Personalrabatte einräumen oder auch Warengutscheine verteilen.
Bis zu 1.080 Euro dürfen Mitarbeiter bei ihrem Chef mit Personalrabatt einkaufen. Auch Dienstleistungen wie Haarschnitte oder Kosmetikbehandlungen sind zugelassen.
Plus pro Jahr: 1.080 Euro
Auch Gutscheine können Unternehmen an ihre Mitarbeiter verteilen. Allerdings darf dabei ein Betrag von 44 Euro pro Monat nicht überschritten werden, auch inklusive des Jobticket zum Beispiel.
Auf den Gutscheinen darf kein Betrag angegeben werden, sondern nur die Warenmenge, also: „Gutschein für zwei Kinokarten“. Übersteigt die Warenmenge den Preis von 44 Euro, muss das gesamte Goodie versteuert werden. Intern darf die Gratifikation auch auf eine Euro-Betrag lauten.
Plus pro Jahr: 528 Euro
Weiterbildung
Es kann auch schon mal ein MBA sein, der vom Unternehmen übernommen wird. Attraktiv sind aber auch andere Weiterbildungen. Gefördert wird das Engagement der Arbeitgeber auch vom Staat.
Weiterbildungen können komplett vom Unternehmen übernommen werden, ohne dass dafür Steuern und Sozialabgaben fällig werden. „Töpfern in der Toskana“ geht allerdings nicht durch, der Kurs sollte schon mit dem Job zu tun haben.
Plus pro Jahr: 100 – 50.000 Euro, je nach Art der Weiterbildung
Kleine Extras: Goodies