Genauso reich ist Indien an hier
ausgeübten
Religionen –
vom
Hinduismus
,
Jainismus und
Buddhismus bis hinzu zum
Islam, der Sikhreligion, dem Christentum oder auch Judentum, um nur die
verbreitetesten zu nennen. Daneben existiert ein unfassbarer Reichtum an
spirituellem Wissensgut. Ein weiteres Relikt überlieferter Tradition ist das in
Indien vorherrschende Kastenwesen, das bis heute in vielen Bereichen das sowohl
berufliche als auch gesellschaftliche Leben regelt.
Einen wesentlichen Unterschied zwischen Deutschen und Indern nennt
der aus Indien stammende und an der TU Chemnitz promovierende Mahendra Rane,
der seit Juni 2008 beim Chemieunternehmen Lanxess in Leverkusen arbeitet: „Die
Deutschen sind in Vielem sehr ordentlich und formell. Wir Inder regeln nicht so
viel, daher ist es oft chaotisch.“
Tipps zum Austausch:
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InDe Network e.V.
Ausgesprochenes Ziel des Vereins ist es, ein Netzwerk von deutschen und indischen Studenten, Doktoranden, Wissenschaftlern und Geschäftsleuten aufzubauen, das der Kontaktknüpfung und -pflege sowie dem Erfahrungsaustausch dienen soll. In einem alle zwei Monate erscheinenden kostenlosen Newsletter bietet InDe e.V. Erfahrungsberichte über in Indien durchgeführte Studien-, Forschungs- und Arbeitsaufenthalte (auch Praktika). Außerdem zu lesen sind u.a. Interviews mit in Indien tätigen Geschäftsleuten und Wissenschaftlern, Veranstaltungstipps und Buchrezensionen zu Literatur mit Indienbezug sowie ein aktueller Pressespiegel. InDe e.V. hat sowohl im Businessportal XING als auch bei StudiVZ für alle Interessierten Forengruppen eingerichtet.
www.inde-network.eu
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Interkulturelles Portal Indien
Eine Plattform für alle, die auf der Suche nach Kontakten, Informationen, E-Learning-Materialien oder einfach nur einem Meinungsaustausch mit Indienbezug sind, um ihre interkultureller Kompetenzen zu verbessern.
www.interkulturelles-portal.de/indien
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Einsichten in
Stationen ihres Indienaufenthalts
gewährt Alla Roller
in ihrem Blog
Geschäftvorhaben dauern in Indien daher meist länger als von deutschen Managern vorkalkuliert. Das liegt aber auch an unterschiedlichen Auffassungen zu der Bedeutung von Zeit und interkulturellen Unterschieden in der Bedeutung von Worten. „Manche Aussagen werden hier anders verstanden als bei uns – und das muss man bei der Arbeit berücksichtigen. Wenn Sie zum Beispiel als Projektleiter eine Aufgabe besprechen und Sie erhalten die Aussage: ,Ja, das ist kein Problem. Wir erledigen das.`, dann würde das bei uns heißen, dass alles klappt und pünktlich erledigt wird. In Indien müssen Sie dranbleiben und immer wieder nachhaken“, erklärt Jörg Straßburger, Managing Director & Country Speaker LANXESS India Private Limited und derzeit mit dem Aufbau eines neuen Produktionsstandorts in Jhagadia (Gujarat) betraut.
Mahendra Rane verät, worauf es beim Zusammentreffen mit indischen Geschäftspartnern und Kollegen noch ankommt: „Bevor Sie zum Geschäftlichen kommen, müssen Sie der Beziehung zu Ihren Geschäftspartnern Zeit geben zu wachsen. Lernen Sie Ihr Gegenüber kennen, sprechen Sie über die Familie und andere Themen. Auch wenn Sie im Job auf der gleichen Hierarchie-Stufe mit älteren Kollegen stehen, sollten Sie diesen besonderen Respekt erweisen. Frauen sollten grundsätzlich auf dezente Kleidung achten.“
Buchtipps:
Sudhir Kakar, Katharina Kakar: Die Inder. Porträt einer Gesellschaft
Beck, 2006, ISBN 9783406549694, Preis: 12,90 Euro
Wilfried Westphal von Thorbecke : Shivas Töchter: Geschichte der Frauen in Indien
Thorbecke; Auflage: 1 (September 2006), ISBN 9783799501682, Preis: 22,90 Euro
Birgit Rupprecht-Stroell : Stil und Etikette: Indien , I nterna Aktuell, 2007
ISBN 9783939397298, Preis: 10 Euro
Hörbuch-Tipp:
Eggolf von Lerchenfeld
BUSINESS Knigge Indien, 1 Audio-CD
ISBN 9783937545097
Preis: 30,70 Euro
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