Was auf Jobmessen wichtig ist

Jobmessen sind eine hervorragende Möglichkeit, um mit Mitarbeitern aus Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Sie erhalten wichtige Informationen für den weiteren Bewerbungsprozess und können eventuell bereits mit Ihrem Lebenslauf punkten.

Von Ute Blindert.

Information ist alles

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie sich ausführlich informieren über die Unternehmen, die sich auf der Messe präsentieren. Wahrscheinlich haben Sie sich schon vorher damit auseinandergesetzt, welche Branche Sie interessiert. Darunter finden sich sicher auch Unternehmen, die Sie besonders spannend finden, über die Sie Gutes gehört haben oder die Sie neugierig machen.

Wenn Sie sich noch mitten im Studium befinden, ist so eine große Messe natürlich auch eine gute Möglichkeit, einfach mal zu schnuppern, zu schauen, wie sich einzelnen Companys präsentieren, wie die Stimmung und die Umgehensweise der Mitarbeiter untereinander ist.

Sprechen Sie ruhig mit so vielen wie möglich, fragen Sie, erzählen Sie von sich. Natürlich können Unternehmen oft nicht so viel mit Ihnen anfangen, wenn Sie erst im dritten Semester sind, aber schließlich zeigt es, dass Sie sich frühzeitig informieren und für allgemeine Fragen ist der Kongress auch da.

Auch. Das heisst nämlich nicht, dass Sie nur ein Messegoodie nach dem nächsten abgreifen sollen, sondern sich interessiert und höflich geben sollten.

Auswahl treffen

Wenn Sie konkret auf der Suche sind, sei es nach einem Praktikumsplatz oder einem Job, sollten Sie sich überlegen, bei welchen Unternehmen Sie auf jeden Fall vorsprechen möchten. Halten Sie für die Gespräche eine Auswahl an Bewerbungsmappen vor. `Puh, wie viel soll ich denn schleppen?`, mögen Sie jetzt denken.

Bereiten Sie einfach drei Bewerbungsmappen mit Ihren kompletten Unterlagen vor, noch einmal genauso viele mit Ihrem Lebenslauf und den wichtigsten Nachweisen.

Bewerbungsflyer

Sie können auch zur schnellen Weitergabe einen Bewerbungsflyer nutzen. Dafür nehmen Sie ein Din A4-Blatt, das Sie zwei Mal zur Mitte hin falten.

Außen drucken Sie ihr Bild mit Ihren Kontaktdaten, innen links können Sie Angaben zu Ihrem Studium machen, in die Mitte kommen dann Ihre beruflichen Erfahrungen während des Studium, rechts Ihre Praktika oder Auslandserfahrungen. Klappt man die Umschlagseite auf, können Sie dort zum Beispiel Ihre Zielposition formulieren, kurz und knapp. Auf der Rückseite könnten Sie noch Angaben zu außeruniversitärem Engagement oder Hobbys machen.

  • Achten Sie darauf, dass Sie gutes, festeres Papier verwenden. 130g-Papier müsste ausreichend fest sein und sich noch ein gutes Druckbild erzeugen lassen.
  • Lassen Sie die Flyer auf einem Laserdrucker erstellen. Dann kann die Schrift nicht verschmieren.
  • Diese Flyer können Sie nun leicht verteilen und haben eine gute Möglichkeit, sich ins Gespräch zu bringen.

Gespräche auf der Messe

Eine Messe ist anstrengend, sehr anstrengend. Die Luft trocken, ein hoher Geräuschpegel, viele Leute mit noch mehr Anliegen. Die Unternehmensmitarbeiter stehen oft den ganzen Tag und müssen Fragen über Fragen beantworten. Okay, das ist vielleicht in dem Moment auch ihr Job, that´s life, doch Sie müssen sich für sich selbst ja die Frage beantworten, wie Sie sich positiv ins Gespräch bringen können.

Wenn Sie wirklich konkret auf der Suche sind, dann sprechen Sie zunächst kurz mit einem der freien Mitarbeiter. Lassen Sie sich vielleicht schon ein paar wichtige Informationen geben. Versuchen Sie allerdings schnell herauszufinden, ob dieser Ansprechpartner wirklich auch für die Einstellung von Hochschulabsolventen zuständig ist. Wenn nicht, lassen Sie sich weiterleiten. Sollte der zuständige Personalverantwortliche gerade beschäftigt sein, lassen Sie sich den Namen geben und kommen später wieder.

Wenn Sie sich dann im Gespräch mit dem richtigen Ansprechpartner befinden, geben Sie Ihr Bestes. Seien Sie offen, hören Sie aktiv zu. Was damit gemeint ist? Das heißt vor allem, dass Sie versuchen, Ihrem Gegenüber in den passenden Momenten mehr von sich zu erzählen. Dann aber nicht in Monologe zu verfallen. Wenn zum Beispiel ein Unternehmen Mitarbeiter sucht, die auch schon Praxiserfahrung haben, könnten Sie einflechten: „Das passt ja gut, während meines Studiums habe ich bereits bei Firma XY gearbeitet. Dabei habe ich das und das gemacht.“

Versuchen Sie, sehr konzentriert zu sein, ohne zu Verkrampfen. Die Personalmitarbeiter wissen, dass Sie sich in einer besonderen Situation befinden und wissen Ihr Verhalten auch einzuschätzen.

Auf der Messe wird eher nicht genug Zeit und Ruhe für „echte“ Vorstellungsgespräche sein. Lassen Sie sich auf jeden Fall die Visitenkarte Ihres Gegenübers geben. Lassen Sie entweder Ihre vorbereitete Mappe da oder bieten Sie an, ein paar nach der Messe Ihre Unterlagen zuzuschicken.

Notieren Sie auf der Visitenkarte kurz, was Sie vereinbart haben und wie das Gespräch war.

Noch ein paar Tipps am Rande:

  • Wenn Sie auf Jobsuche sind, dann kleiden Sie sich wie für ein Vorstellungsgespräch, also Anzug oder Kostüm.
  • Tragen Sie bequeme Schuhe.
  • Bei Schmuck und Make-up eher dezent.
  • Pfefferminzbonbon oder Kaugummi schadet zwischendrin auch nicht.
  • Ebenso ein Deo.

Sollte aber eigentlich klar sein, oder?

Messeknigge

Messeknigge

Damit man auf Jobmessen einen guten Eindruck hinterlässt, zeigen wir Ihnen hier, auf was Sie unbedingt Wert legen sollten.

Was tun!

Was tun!

In dieser Serie porträtieren wir Studenten und Absolventen, die sich neben dem Studium engagieren: in studentischen Unternehmensberatungen, bei einer Firmenkontaktmesse, bei der Formula Student Germany oder dem Robocup, ehrenamtlich oder auch im eigenen Unternehmen. Wer an einem solchen Porträt interessiert ist, einfach melden unter redaktion@zukx.de