Die "dritte Seite"

In zahlreichen Bewerbungsratgebern wird auf die Möglichkeit einer "dritten Seite" verwiesen, auf der sich ein Bewerber zusätzlich zu Anschreiben und Lebenslauf präsentieren kann. Ob eine "dritte Seite" generell sinnvoll ist, sei dahingestellt, doch in einigen Fällen bietet sie Platz für Erklärungsbedürftiges.

Von Ute Blindert.

Gehört entzaubert: Mythos Dritte Seite

Stellen Sie sich einfach die Frage, warum Sie eine „dritte Seite" benötigen sollten. Ihr Anschreiben und der Lebenslauf sind so ausführlich formuliert und klar strukturiert, dass Sie keine weiteren Erklärungen auf einer Extra-Seite geben müssen.  Denn wer von den Recruitern in Unternehmen hat Zeit und Lust, sich Floskeln und wenig aussagekräftige Behauptungen über Bewerber durchzulesen. 

Ausnahme

Sie können aber die "dritte Seite" dazu benutzen, um Besonderheiten, die auf den ersten Blick wie Nachteile aussehen, hervorzuheben und zu erklären. Dazu könnten zum Beispiel eine lange Studiendauer gehören oder ein Richtungswechsel nach mehreren Semestern, vielleicht auch ein Studienabbruch.

Seien Sie offen und stellen Sie sich als „ganze“ Person dar. Etwa so: „Sicher wundern Sie sich nach Durchsicht meines Lebenslaufs, dass ich statt der Regelstudienzeit von zwölf Semestern 17 Semester benötigt habe. Da ich aber nach einem frühen Studienplatzwechsel und aufgrund familiärer Umstände kein Bafög erhielt und mir so mein Studium selbst finanzieren musste, dauerte mein Studium insgesamt länger. Wenn Sie sich aber meine Tätigkeitenliste während meiner Studienzeit anschauen, werden Sie sehen, dass ich so viel praktische Erfahrung sammeln konnte, die mir nun sicher auch bei einer Tätigkeit in Ihrem Unternehmen nützlich sein werden.“

Natürlich kann es sein, dass man zu lange Studienzeiten etc. trotzdem nicht tolerieren wird. Aber Sie können Ihren Weg ja auch nicht weg“schreiben“ – so ist er nun mal. Und gute Unternehmen werden Sie als Persönlichkeit schätzen.



Der Lebenslauf

Lebenslauf und Anschreiben ergeben zusammen die Visitenkarte, mit der Sie sich bei einem Unternehmen vorstellen. Beide müssen sich sinnvoll ergänzen: Der Lebenslauf stellt Ihren Werdegang prägnant und auf einen Blick dar. Das Anschreiben setzt sinnvolle Highlights und unterstreicht Ihre Motivation.

[weiter]

Das Vorstellungsgespräch

Natürlich geht es in einem Vorstellungsgespräch darum, sich vorzustellen, und sicherlich haben es Bewerber hier leichter, die sich schnell auf neue Menschen einstellen können und Selbstvertrauen ausstrahlen. Doch grundsätzlich geht es darum, sich natürlich zu geben und keine Rolle zu spielen.

[weiter]

Tools & Tricks

Tools & Tricks

In dieser Serie stellen wir Ihnen Tools, Tricks und Tipps rund um das Thema Bewerbung und Berufseinsteig zusammen, die Ihnen das Zusammenstellen Ihrer Unterlagen erleichtern.

Im Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch

Ihre Unterlagen können noch so überzeugend sein, die letzte Entscheidung wird erst nach dem persönlichen Kontakt getroffen. Denn schließlich geht es ja darum, dass man sich im Unternehmen gut vorstellen kann, mit Ihnen jeden Tag zu arbeiten.

Bewerben im Ausland

Bewerben im Ausland

Wenn Sie sich im Ausland bewerben, gibt es einige wichtige Unterschiede zu beachten. Dazu gehört nicht nur die passende Wortwahl, sondern auch einige formale Unterschiede.

www.zukx.de/bewerbung/die-dritte-seite/
Share 17. März 2010 — Ute Blindert.